Freitag, 12. Juni 2009

zeit allein

die kinder sind im bett und micha unterwegs. und oben wartet eine socke auf mich. ich habe mal wieder die stricknadeln in die hand genommen und es macht mir grossen spass. seit unserem umzug liegt die wolle schon bereit. eigentlich möchte ich stricken, aber die ganze woche möchte ich auch schon schreiben. nur mit aven ist das nicht möglich und abends habe ich keine lust, wenn micha da ist und wir zeit allein haben.
der letzte shoud hat mir gut getan. i´m a graduated shaumbra. und es stimmt. ich habe mir den shoud am dienstag angehört und dabei tränen der rühung geweint. ich habe mich so verbunden gefühlt, mit dem was tobias gesagt hat. und ich habe die ehre gespürt. ich wurde und werde geehrt. das tat und tut sehr gut.
den ganzen dienstag war ich sehr ausgeglichen und ruhig. keine hast, keine aufgaben die es wichtig wären, getan zu werden. einfach nur da sein. auch am mittwoch habe ich diese ruhe gespürt. nichts was ich als ziel noch erreichen möchte oder muss. einfach nur sein, im moment. gestern war ich mit aven am fjord und wir haben steine ins wasser geschmissen. ich auch. zum ersten mal seit weiss ich nicht wie lange. und es hat mir spass gemacht. die unterschiedlichen geräusche die es machte, abhängig davon ob es ein stein war oder mehrere, grosse oder kleine... und das wasser ist in kleinen wellen ans ufer geschwappt. dabei kam es immer näher. ich habe aven immer wieder nach hinten genommen, damit er halbwegs trocken blieb. es war wunderschön.
tobias hat erzählt wie schmerzlich es für die seele war und ist von dem menschlichen ich getrennt zu sein. und ich habe diesen schmerz sooo gefühlt. ich lade meine seele ein bei mir zu sein und sie ist da. wie angenehm.
ich bin die, die ich bin. ich habe das göttliche in mir. ich bin auch gott. das fühlt sich hochnäsig an. als darf ich das nicht schreiben. aber ich bin das. ich bin ich. einzigartig, wundervoll. ein strahlender diamant.